Diesen Beitrag hatte ich auf meinem alten Blog schon einmal angefangen, aber nie zum Ende geführt, weil ich einfach keine Lust mehr hatte zu bloggen. Die Motivation hat mir gefehlt und die schönen, vielen Bilder verschimmelten auf der Festplatte und erfreuten sich ab und zu der 10, 12 Däumchen auf Facebook.
Die Zeit ist gekommen! Nun werde ich das erste Mal einen Reisebericht auch zuende schreiben. :D Ich bin schon sehr aufgeregt. XD Nein, Spaß bei Seite. Ich versuche unsere Reise so gut ich kann zu rekonstruieren und vor allem auch eine kleine Liste der tollen Air BnB’s zu erstellen, in denen wir unter gekommen sind. (:
Eines davon habe ich besonders ins Herz geschlossen. Aber dazu später mehr. (:

Unsere Ankunft in Dublin

Wo soll ich nur beginnen? Wo fange ich an?
Unsere Reise begann am Düsseldorfer Flughafen, von dem aus wir zur Hauptstadt dieses wunderbaren Landes aufbrachen.

Ich sag’s euch ungeschönt: der Flug war der Horror. XD Jedenfalls für mich. Ich fange an zu Heulen, sobald ich auch nur einen Fuß auf diese abscheulichen Metalltreppen setze, über die es zum Flugzeug hinauf geht und höre erst dann auf zu paniken, wenn meine Füße wieder festen Boden zu spüren bekommen. xD Ich kann mich da einfach nicht entspannen. Dennoch konnte ich mir das ein oder andere Foto aus dem kleinen Fenster nicht verkneifen. Dazu ist es doch einfach viel zu wundersam und erstaunlich, was da unter mir aussieht, wie eine winzig kleine Ameisenwelt. (:
Zum Glück weiß Joe mittlerweile, wie er damit umgehen muss und hat Hörspiele und Spiele auf dem Handy dabei, um mich abzulenken. Das klappt auch ganz gut. :D <3
Bei unserem letzten Flug (nach Budapest) konnte ich sogar etwas an seiner Schulter schlafen, bis es dann zu „leichten Turbulenzen“ kam. XD

Das Abholen des Mietwagens ging ganz schnell und einfach. (: Der Typ am Schalter machte Joe sogar ein Kompliment wegen seines Skeletor Shirts! :D
Wir fanden unsere erste Unterkunft schnell und zum Glück gab es genug Parkplätze. Ich bin schon immer nervös, wenn ich vor dem Haus von Bekannten und Freunden keinen finde. Und dann noch in einem anderen Land? XD Mensch!
Unsere Hosts waren ein Paar mittleren Alters. Sie waren nett und höflich, wenn auch distanziert. Wir packten also unsere Sachen ins Zimmer und begannen mit der Planung der nächsten paar Tage.
Ganz süß fand ich, dass uns am nächsten Tag ein tolles Frühstück bereitet wurde! (: Beide Hosts waren zum Arbeiten ausgeflogen und da wir nur eine Nacht blieben, um direkt am nächsten Tag weiterzufahren, packten wir nach dem Frühstück auch schon wieder alles zusammen. :D

Unser zweites Air BnB lag ein wenig weiter im Landesinneren. Ich liebe Dublin, jedoch liebe ich die irische Natur noch viel mehr. ;) Also wollten wir irgendwo hin, wo wir auch ein bisschen wandern gehen und die grünen Landschaften genießen konnten. ♥

Die Hosts waren wirklich nett und das Haus kam uns ein wenig vor, wie ein Mini-Schloss. (:
Abends nach unserer Ankunft wollten wir noch ein wenig Spazieren gehen.
In Irland habe ich bis jetzt eher selten einen richtigen „Spazierweg“ gesehen. Dort gibt es keine Feldwege an jeder Ecke, so wie hier in Deutschland auf dem Land. Die meisten Wiesen sind durch kratzige, moosbewachsene Steinmauern getrennt. Rauer, gebleichter Stein grob aufeinander gestapelt und dennoch wunderschön anzusehen. Das gibt dem Ganzen einfach seinen ganz eigenen Charakter, finde ich. Ich mag diese Mauern super gern.

Der alte Friedhof

Wo es hingehen sollte wussten wir also nicht und wir sind einfach drauflos gelaufen. :D Bewaffnet mit Google Maps und Butterbroten im Rucksack führte uns die Straße durch einen winzigen Ort, der an einem Wald endete. Die Sonne ging langsam unter und wir wollten eigentlich schon umkehren, weil wir nicht durch einen Wald laufen wollten, aber irgendetwas sagte uns, dass wir doch einfach mal über den nächsten Hügel gehen und nachsehen sollten, was dahinter liegt.
Gedacht – getan!
Es hätte sich alles dahinter verbergen können: Eine Mülldeponie, olle zerfallene Bauernhäuser, ein privater Garten oder einfach nichts.
Doch in der Senkung vor uns lag ein uralter Friedhof und eine Kapelle ohne Dach, die im Sonnenuntergang einfach wunderschön aussah…

Vorne waren einige moderne Gräber zu sehen, aber hinter dem Gebäude konnte man manche Steine überhaupt nicht mehr erkennen. Ich bekomme immer dann eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. (: Wie Schatten wanderten wir über das Gelände, blieben hier und da stehen und dachten an eine längst vergangene Zeit und wie die Menschen in dieser gelebt hatten. Ich frage mich dann, wer die Toten waren, wer ihre Familien waren, was ihre Arbeit war, wo sie gelebt hatten, wie sie gelebt hatten, …

Ich bekomme dann so ein ganz seltsames Gefühl und zum ersten Mal habe ich Jemanden gefunden, dem es genauso ergeht! :D Irgendwie so ein „Fernweh nach der Vergangenheit“.
Dass wir dort waren ist nun schon 3 Jahre her und ich kann mich leider nicht an alle Einzelheiten erinnern. :(
Aber dafür habe ich einen ganzen Ordner voller wunderschöner Bilder, die mich immer wieder so glücklich machen, wenn ich sie mir anschaue! ♥

Wandern in Connemara – Eins meiner Lieblingsabenteuer

2011 war ich zum ersten Mal mit meiner lieben Freundin Sita in Irland und konnte mein Glück kaum fassen. (: Damals haben wir uns ebenfalls verlaufen, so wie Joe und ich oft :D und so die wundersamsten Orte entdeckt! :D Das ist einfach jedes Mal so!
Damals habe ich eine Postkarte für Zuhause gekauft, auf der der COnnemara Nationalpark zu sehen war. Da wir nur eine Woche in Dublin verbrachten, haben wir nicht so viel von der irischen Natur gesehen. Einmal sind wir mit der Bahn an der Küste entlang gefahren – das war echt toll! Auch da haben wir uns anschließend verlaufen und einen gigantischen Baum gefunden, den man mit 20 Menschen hätte umarmen müssen, um ganz rum zu kommen. (: ♥
Ich habe mir geschworen, dass ich mir dieses „Connemara“ eines Tages anschauen werde und als ich dann einige Jahre später mit Joe dorthin flog, machte ich mein Versprechen wahr. Es hat sich gelohnt.
Connemara ist wirklich wunderschön und wir hatten uns einen nebligen Tag mit leichtem Nieselregen zum Wandern ausgesucht. :D Im Urlaub macht uns das Wetter nichts. Klar, Regenschauer auf den Malediven wären wirklich traurig, aber wenn es uns schon in kältere, rauere Regionen der Erde zieht, dann können wir das ab. Man rechnet ja auch irgendwie damit. ;)
Und so machten wir uns auf – die Kapuzen fest gezurrt und die kratzenden, dicken Socken in den Schuhen – die grüne Insel zu erkunden.

So, nun muss ich dringend ins Bett! Aber der zweite Teil wird nicht lange auf sich warten lassen. Versprochen. (: Die paar Tage machen den Bock jetzt auch nicht mehr fett. XD Mal ehrlich.

xoxo
Caddü

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